Latein und Griechisch
in Rheinland-Pfalz und im Saarland
Wir begrüßen Sie auf der Internetseite des Landesverbandes Rheinland-Pfalz und Saarland im Deutschen Altphilologenverband!
Unser Landesverband ist Teil des Deutschen Altphilologenverbandes. Wir sind ein Zusammenschluss von Latein- und Griechischlehrkräften an Schulen und Universitäten in Rheinland-Pfalz und im Saarland. Derzeit umfasst unser Verband ca. 650 Mitglieder. Ziel unserer Arbeit sind die Förderung der Fächer Latein und Griechisch an den Schulen des Landes sowie die Vertretung der Interessen unserer Fächer bei Institutionen der Schul- und Bildungspolitik und in der Öffentlichkeit. Gerne begrüßen wir als Mitglieder in unseren Reihen auch Studierende und Referendarinnen und Referendare der Alten Sprachen. Studierenden und Referendarinnen und Referendaren gewähren wir gerne einen reduzierten Mitgliedsbeitrag.
Die folgenden Seiten sollen Sie über die Aktivitäten und Angebote zu den Alten Sprachen und der Antike in unseren Bundesländern informieren.
v.l.n.r. (hinten): Laura Michels, Dominik Lang, Andreas Knobloch, Christoph Müller; v.l.n.r. (vorne): Sara Singer, Laura Hallauer, Christiane Schwab, Hartmut Loos, Nicole Krauß, Bettina Pinks, Prof. Dr. Stephan Busch; fehlend: Prof. Dr. Christoph Kugelmeier, Prof. Dr. Hans-Joachim Glücklich, Prof. Dr. Christine Walde, Salvatore Cavallo, Dr. Hartmut Wilms
Aktuell im Landesverband:
Festliche Preisverleihung im Bundeswettbewerb Fremdsprachen am 08. Juni 2026
In der gastlichen Atmosphäre des Nikolaus-von Weis-Gymnasiums Speyer wurden die diesjährigen Landessieger Latein/Griechisch in Rheinland-Pfalz mit jeweils einem Sonderpreis des Landesverbands Rheinland-Pfalz und Saarland ausgezeichnet. Thematisch drehte sich in diesem Jahr alles um Möglichkeiten der Freizeitgestaltung in der Antike (Latein) bzw. um die Stadt Athen (Griechisch).
Ausgezeichnet wurden in der Kategorie SOLO insgesamt 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Für die beste Leistung konnte Theodor Mendelski (Bischhöfliches Angela-Merici-Gymnasium Trier) einen Sonderpreis in Empfang nehmen.
Im TEAM-Wettbewerb gewannen 10 Schülerinnen der Jahrgangsstufe 7 (Nikolaus-von-Weis-Gymnasium Speyer) mit ihrem Film „Die ägyptische Austauschschülerin - De discipula, quae propter scholasticam commutionem de Aegypto venit “.
Weitere sehr sehenswerte Filmbeiträge betrafen die Herstellung eines „Carrus Optimus Triumphalis“ (Klasse 9, Gymnasium Weierhof Boldanden), das Thema „Propaganda, M_macht, Manipulation“ (LK 10, Frauenlob-Gymnasium Mainz). Im Griechischunterricht entstand der Beitrag mit dem Titel „Der Bioapfel - τὸ βιολογικὸν μῆλον“ (Klasse 9, Albert-Schweitzer-Gymnasium Kaiserslautern).
Bettina Pinks betonte in einem kurzen Grußwort den Bildungswert des hier in beeindruckender Vielfalt gezeigten Engagements und wünschte allen ausgezeichneten Schülerinnen und Schülern weiterhin viel Freude mit Latein und Griechisch.
Preisverleihung des 40. Landeswettbewerb Alte Sprachen
– Certamen Rheno-Palatinum –
am 13.04. 2026
im Historischen Ratssaal in Speyer
Am 13. 4. 2026 fand im Historischen Ratssaal in Speyer von 14. 00 – 15. 30 Uhr die feierliche Preisverleihung des 40. Landeswettbewerbs Alte Sprachen – Certamen Rheno-Palatinum – statt. An ihr nahmen neben 16 Preisträgerinnen und Preisträgern der ersten beiden Wettbewerbsstufen aus ganz Rheinland-Pfalz Lehrerinnen und Lehrer der alten Sprachen, Vertreterinnen der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz, Eltern, Sponsoren und Donatoren teil.
Nach kurzer Begrüßung im Ratssaal durch den Landeswettbewerbsleiter Dr. Hartmut Wilms haben die Preisträgerinnen und Preisträger bei einer Stadtführung das historische Speyer und vor allem den romanischen Kaiserdom kennengelernt.
Nach dem Mittagessen, an dem die Preisträgerinnen und Preisträger, die Juroren und Ehrengäste teilgenommen haben, begrüßte der neue Kulturdezernent der Stadt Speyer, Bürgermeister Prof. Dr. Alexander Schubert, die zahlreich versammelte Festgemeinde im Historischen Ratssaal. Preisträgerin Milani Ganeshananthan vom Kurfürst-Ruprecht-Gymnasium Neustadt / Weinstraße schilderte uns aufschlussreich, was die Alten Sprachen für sie bedeuten, und Georg Ehrmann, Referatsleiter in der Gymnasialabteilung, überreichte in Vertretung von Minister Sven Teuber den besten Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmern der ersten und zweiten Stufe ihre Urkunden und Preise. Besonders stolz sind wir darauf, dass viele Donatoren und Sponsoren den Weg nach Speyer gefunden hatten: Es waren anwesend Frau Julia Adams vom Katholischen Büro Mainz, Kirchenrat Prof. Dr. Peter Busch, Protestantische Kirche der Pfalz Speyer, Bettina Pinks, die Vorsitzende des DAV-LV RLP-Saarland, sowie Heike Kempf vom Philologenverband Rheinland-Pfalz. Sie ehrten ihre Preisträgerinnen und Preisträger durch kenntnisreiche laudationes.
Im Mittelpunkt der Preisübergabe am Nachmittag stand ein Podiumsgespräch über eine Frage, die bereits vor vielen Jahren der klassische Philologe Uvo Hölscher aufgeworfen hat, die aber heute vielleicht aktueller denn je ist: Ist die griechische und römische Antike für uns heutige Menschen das nächste Fremde? Das Podium bestand aus den beiden Preisträgern Alissa Andreas vom Rabanus-Maurus-Gymnasium Mainz und Jakob Zimmer vom Görres-Gymnasium Koblenz sowie StD´ Bettina Pinks, Lehrerin für Latein und evangelische Religion am Eduard-Spranger-Gymnasium Landau, Fachleiterin Latein am Studienseminar Landau und Vorsitzende des Landesverbands Rheinland-Pfalz-Saarland im deutschen Altphilologenverband, und Georg Ehrmann, Referatsleiter für Alte Sprachen und für Wettbewerbe im Ministerium für Bildung Mainz. Die Moderation übernahm der Landeswettbewerbsleiter Dr. Hartmut Wilms.
Musikalisch gestaltet wurde der Festakt von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums am Kaiserdom Speyer.
Dr. Hartmut Wilms
Landeswettbewerbsleiter
Landeswettbewerb Alte Sprachen
- Certamen Rheno-Palatinum -
Festakt des 9. Landeswettbewerbs Latein IV zum Thema „Du bist, was Du machst – Wie Arbeit uns definiert“ an der IGS Kastellaun
Das Thema des 9. Landeswettbewerbs für Latein IV lautete in dieser Runde: „Du bist, was Du machst – Wie Arbeit uns definiert“. Als lateinischer Text diente „Cicero: de officiis, I 150/151“. Auf Grundlage des Textes sollten die Schülerinnen und Schüler während eines fiktiven Termins bei dem Berufsberater Cicero einen Berufswunsch äußern und eine Antwort aus der Sicht Ciceros verfassen. Klausur und Leseliste sowie Ergebnisse und Fotos des Festakts, aber auch Klausuren und Leselisten der vorherigen Wettbewerbsrunden sind unter https://bildung.rlp.de/lw-alte-sprache/landeswettbewerb-fuer-latein-iv zu finden.
Eine Reihe von Online-Vorträgen und gemeinsamen Reflexionen der JGU Mainz
Die Reihe ist Teil des Projekts „Lebenshilfe“ an der JGU (u. d. Ltg. v. Chr. Walde, A. Ambühl und M. Heinemann), einer interdisziplinären Initiative, die untersucht, wie antike Texte, Ideen und Praktiken eine Form von Lebenshilfe darstellen – praktische Orientierung und Unterstützung im Umgang mit grundlegenden Herausforderungen des menschlichen Lebens, sowohl in der Antike als auch heute. Das Projekt vereint Perspektiven aus Klassischer Philologie, Philosophie, Theologie, Literaturwissenschaft, Psychologie, Psychotherapie und verwandten Bereichen und fragt, wie antike Reflexionen über Leid, Glück, Krankheit, Altern oder Verlust auch heute noch mit modernen Erfahrungen in Resonanz treten, diese herausfordern oder bereichern können. Die Vortragsreihe möchte einen gemeinsamen Raum für den Dialog zwischen verschiedenen Disziplinen und Perspektiven schaffen. Jede Veranstaltung widmet sich einem relevanten Lebensthema und beleuchtet es anhand antiker Texte und ihrer Rezeption, insbesondere im Hinblick auf Bewältigungsstrategien, Resilienz und ein gutes Leben.
Ablauf:
Zwei Referenten behandeln denselben antiken Text oder dieselbe Textpassage, die entweder gemeinsam ausgewählt oder von uns im Voraus bereitgestellt wird. Jeder Referent hält einen 20-minütigen Vortrag und nähert sich dem Text aus seiner jeweiligen disziplinären oder methodischen Perspektive. Anschließend findet eine Diskussion statt, in der erörtert wird, wie unterschiedliche Lesarten, Kontexte und Rezeptionen die Bedeutung und das Potenzial des Textes als Lebenshilfe verändern. Unser Ziel ist nicht, eine einzige „Antwort“ zu finden, sondern zu sehen, was sich ergibt, wenn antike Quellen aus verschiedenen Blickwinkeln gelesen und mit aktuellen Fragestellungen in Dialog gebracht werden.
Programm:
15. April: Trauer und Trost – Stephanie Holton (Klassische Philologie / Milton Keynes), Fabio Tutrone (Klassische Philologie / Palermo)
29. April: Erschöpfung und Schlaf – Emma Scioli (Klassische Philologie / Kansas), Christine Walde (Klassische Philologie / Mainz)
27. Mai: Psychische Gesundheit und Krankheit – Chiara Thumiger (Klassische Philologie / HU Berlin), Jessica Wright (Medizinische Geisteswissenschaften / Freiberuflich)
17. Juni: Kindheit und Lebensbewältigung – Vered Lev Kenaan (Klassische Philologie / Haifa), Katarzyna Marciniak (Klassische Philologie / Warschau)
24. Juni: Altern – Kathrin Gabler (Ägyptologie / Mainz), Albertina Oegema (Theologie / Mainz)
08. Juli: Schmerz – N.N., Elina Pyy (Alte Geschichte / Helsinki)
Zeitrahmen:
mittwochs, 18:15 - 20:00 Uhr
Veranstaltungsort:
online (https://teams.microsoft.com/meet/389477821316625?p=jJXSjKNgM4XHDtpesA)
Weitere Informationen:
https://lebenshilfe.uni-mainz.de/
Zur Anmeldung:
keine Anmeldung nötig



